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Aeshna affinis - Südliche Mosaikjungfer
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2001 ist wieder ein “affinis-Jahr” 2002 ebenso - sie flog bis zum Hochwasser ... 2003 fliegt sie wieder auch außerhalb des Elbtales ...
2004 fliegt sie wieder im Elbtal ... 2005 / 2006 fliegt sie abermals im Elbtal bei Magdeburg !
späte Beobachtung noch am 23.09.2006 ... fliegt 2007 wieder in allj. Revieren z. B. am 14.Juli bei Breitenhagen ... fliegt 2008 zahlreich im Mittelelbe-Gebiet ...
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Steckbrief
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Ruhendes affinis-Männchen in trockener Vegetation einer temporären Flutrinne nördlich Wörlitz,
BioRes Mittlere Elbe, 3.8.1996. - Aufn.: J. Müller
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Rote Liste: Sachsen-Anhalt (ST): Invasionsart, stark gefährdet
(Neuvorschlag) Deutschland: Daten defizitär
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Ökologie: thermophile Tümpelart (im Elbtal in temporären
Gewässern der Retentionsflächen), oft vergesellschaftet mit L. barbarus, E. viridulum), überwintert im Eistadium, Larvenschlupf im Sommer durch Austrocknung mancher
Reproduktionsgewässer oft verhindert)
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Vorkommen in Sachsen-Anhalt: Invasionsjahr 1995, danach authochthon
(jährlich nachgewiesen), 2001 authochthon und offenbar erneute Invasion; aktuell 2002, 2003, 2004 ... s. unten ...
Ursache der Neubesiedlung: Klima-Erwärmung
Literatur (Sachsen-Anhalt): Müller 1995, Müller & Steglich 2000 (s. unten)
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... auch im Jahre 2004 ...
- war A. affinis nach der Gewitter-Periode Anfang August (hochsommerlich) in den Elb-Retentionsflächen wieder zu sehen ...
- bei Magdeburg-Randau im “Schwarzen Krüger” am 3. Aug. ein erstes Männchen (RS), ... ff
... im Jahre 2003 war Aeshna affinis bei dem sehr warmen (mediterranen) Jahrhundert-Sommer in den Elbe-Retentionsflächen bei Magdeburg (MD) und außerhalb
des Elbtales wieder da, z.B.:
- 1 am 16. Juli > MD, Stadtpark A.-Becker-Teich,
> und wieder weitab vom Elbtal:
- ~5 am 19. Juli > Westeregeln (Bodeniederung), Steinbruch der Alten Ziegelei;
- 1 am 27. Juli > MD, Herrenkrug, Langes Loch,
- 2 am 4. Aug. > MD, Alte Elbe bei Calenberge,
- 1 am 4. Aug. > MD, “Schwarzer Krüger”,
- ...
... im Jahre 2002 ist Aeshna affinis bei reichlich Wasser in den Elbe-Retentionsflächen wieder hier geschlüpft, z.B. :
- 27./28.7. Hohengöhren ~5 Ex., Distelsee u. Umgebung Flutrinnen/Retentionsflächen ndl. Wörlitz ~5 Ex.;
- 29.7. Magdeburg Rotehorn-Park ~10 Ex.,
- 30.7. MD nordöstl Herrenkrug-Park ~10 Ex. (leg. R. Steglich) ... u.
- in unserer Monitoringfläche (s. unten) bei Breitenhagen am 3.8. mehrere Expl. (RS, JM) ...;
- Anfg. Aug. bei Listerferda, Mündungsgebiet der Schwarzen Elster in die Elbe, 10-15 Reviere, 2 PaarungsRäder - leg. Kersten Hänel (Dresden);
- am NSG Crassensee ~2 am 11.8.02 (JM, RS) ... und sogar wieder weitab vom Elbtal:
- am Ost-Huy ndl. Halberstadt, 1 Ex. SW Paulskopfwarte fliegend am 3.8., leg. R. Körner (Vienenburg); ...
- dann kam das Jahrhundert-Hochwasser und ein Monitoring war nicht mehr möglich ...
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Unsere Monitoring-Fläche als repräsentatives
temporäres Reproduktionsgewässer im Retentionsbereich der Elbe am Deich bei Breitenhagen (Biosphärenreservat Mittlere Elbe) im “wassereichen” Jahr 2001. Das
Wasser füllte auch in den Monaten Juli und August während der Emergenz den Weiher. So gehören zum warmen Elbtal und zur thermophilen A. affinis auch ausreichend
wasserführende Gewässer (für den Schlupf...). Die Imagines können dann später (August) auch in die ausgetrockneten Schlammflächen (der Weiher oder Flutrinnen) Eier
legen, wobei die Weibchen im Gras zu Eiablage regelrecht herabsteigen ... - s. unten.
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Die Art fliegt 2001, 2002 und 2003 wieder sehr zahlreich in den Retentionsflächen der Elbe in ihren alten
Revieren, da 2001 ein warmes Jahr mit reichlich Sommer-Hochwasser in den oftmals temporären Stillgewässern (Altarmen, Flutrinnen, Waldweihern ...) war ... - s. oben ...
Allerdings war sie bei uns in den letzten Jahren (s. unsere Publikation von 2000) alljährlich aus eigenem
Bestand (authochthon also) immer noch da. Das Problem besteht darin, daß in den Reproduktionsgewässern der Elbniederung in trockenen Sommern die Larven im Juni - August wegen
des Austrocknens nicht schlüpfen können. Es bleibt bislang offen, ob die schlupfreifen Larven dann überliegen können ?
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A. affinis-Weibchen in der Grasvegetation zur Eiablage in feuchte Erde absteigend, nördl. Wörlitzer Park,
28.7.2001. - Aufn.: J. Müller
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A. affinis-Männchen in der Gelegevegation des temporären
Weihers hängend, östl. Breitenhagen, 3.8.1997. - Aufn.: J. Müller
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Inzwischen (d. h. 2008) ist festzustellen, dass die Art im Mittelelbe-Gebiet zahlreich an mehreren Orten fliegt: z. B.
in Magdeburg u. Umgebung, Hohenwarthe Taufwiesenberge, Alte Saale bei Groß Rosenburg ...
Zum Status in Sachsen-Anhalt (ST) siehe:
- Müller, J. & Steglich, R. (2000):
Zur Verbreitung der Südlichen Mosaikjungfer Aeshna affinis (Odonata) in Sachsen-Anhalt in den Jahren 1993 bis 1999. -
Entomol. Mitt. Sachsen-Anhalt 8(1): 22-32. (> abstracts)
>> dem ging voraus:
- Müller, J. (1995):
- Vorläufige Mitteilung zum Vorkommen der Südlichen Mosaikjungfer Aeshna affinis (Odonata) im Jahre 1995 in Sachsen-Anhalt. -
- Entomol. Mitt. Sachsen-Anhalt 3(1/2): 21-22.
- Aktuelle affinis-Verbreitungskarten 1993 bis 1999 (links) und bis 08/2008 in ST:
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