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PORTUGAL ALGARVE (incl. südl. Randbereich ALENTEJO) 2009 - ( 1. Teil )
Aus dem arabischen „Al-Gharb“ = „der Westen“; der Küstenbereich war die westlichste Provinz im maurischen Herrschaftsbereich der eroberten iberischen Gebiete;
Im Potugiesischen „o Algarve“ = der Algarve
Reisezeit: 25. Februar bis 11. März 2009
Besuchte Gebiete:
ALGARVE:
- Im Litoral des östlichen Küstenbereiches des Sandalgarve (Sotavento)
- Praia Grande (Waldrappe, Flamingos, Purpurhühner …) und Vorland östl. Armacao de Pera
- NSG Ria Formosa (Flamingos) am Flughafen Faro und Sanddünenbereich weiter östlich bei Pedras d`El Rai (mit Dünen-Insel-Kleinbahn) bis Tavira (NP da Ria Formosa – Triele)
- Reserva Natural (NSG) do Sapal de Castro Marim (Flamingos)
- Im Litoral des westlichen Küstenbereiches des Felsalgarve (Barlavento)
- Arade-Mündungsbereich (Ästuar) bei Lagos und
- Mole-(Hafen-) Bereich,
- Reserva Natural da Ria do Alvor (Flamingos) und Vorland mit Streuobst-Brache (Praia Albandeira)
- Salinen am Arade bei Portimao
- Im Bergland (Serra) des Algarve-Hinterlandes

- (Silves) - Serra de Monchique (Korkeichen …) – Aljezur – Rio de Aljezur – Ribeira de Aljezur
- Naturpark Vale do Guadiana (westl des Guadiana)
- Westküste mit Naturpark “Natural do Suoeste e Costa Vicente” bis zur Costa Vicentina
(… Lagos > Villa do Bispo > Aguila)
- Ponta de Sagres (Fortaleza) – S. Vicente
ALENTEJO
- Steppenregion (Info-Zentrum) bei Castro Verde – Entradas (südöstlich der IP 2) mit Großtrappen …
- Olivenhaine bei Rosaria
- Mertola (Rötelfalken) mit Umgebung Naturpark Guadiana
- Parque Natural do Sudoste Alentejano e Costa Vicente bis Carbo Sardao (Felsbruten Weißstörche am Atlantik-Küsten-Steilufer)
(über … Aljezur und Odeceixe und Zambujeira do Mar > Flußtal hinab bis zur Ribeiro-Mündung in den Atlantik)
- Abb. unten li.: Praia Grande (Brackwasser-Flußmündung) - einer unserer bevorzugten Beobachtungsplätze
für Flamingos, Löffler, Waldrappe, Purpurhühner, Limicolen: Stelzenläufer, Uferschnepfen, Säbelschnäbler, Sanderlinge u. a.
- Abb. unten re.: Felsalgarve (Barlavento), Steilküste westlich Armacao de Pera ...:
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Odeceixe / Alentejo nahe der Steilküste - Ortsansicht mit Windmühle:
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Mertola im sdl. Alentejo am Ufer des Guadiana - alterwürdige Maurensiedlung mit brütenden
Rötelfalken und Weißstörchen - Archäologie- und ForschungsZentrum römischer und islamischer Kultur:
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Rosaflamingos (Great Flamingo) Phoenicopterus roseus im Winterquartier in der Algarve:
Wir konnten mehrere farbmarkierte Individuen ablesen und zur wiss. Auswertung einschicken ... z. B.: FJJN, farbberingt im Juli 2004 im Rhonedelte:
u. a. Farbberingte französischer (FZHS) und spanischer(X...) Herkunft
ebenfalls durch Farbringe markiert und besendert trafen wir zu unserer Überraschung und großen Freude auf eine Gruppe WALDRAPPE Geronticus eremita, die zu einem spanischen Auswilderungsprogramm gehören. Leider erhielten wir aber
nach Meldung der Daten von dort keinerlei Informationen dazu, wie das sonst üblich ist bei Ablesungen ...:
Waldrappe fliegen ein:
während die Walrappe hier länger verweilten und in den nächsten Tagen immer wieder gesehen wurden,
zogen an der Westküste Costa Vicentina in ihre nördlichen Brutgebiete zahlreiche Trupps von Basstölpeln Sula bassana:
hier an der Südwest-Steilküste sind neben Kormoranen Krähenscharben Phalacrocorax aristoteles anzutreffen:
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Krähenscharben fliegen in der ersten Höhle ein und aus (19.3.2010) - © JM: rechts zum Vergleich ein Kormoran >>
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Oben auf der Steilküste treffen wir (2009 und 2010, im März balzend) auf die hier vermutlich in den Felsen brütenden Alpenkrähen Pyrrhocorax pyrrhocorax,
Digiscoping-Aufn. aus größerer Entfernung © JM:
allgegenwärtig, weit verstreut sind insbesondere im Küstenbereich des Barlavento u. a.:
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Mittelmeermöwen Larus michahellis, die insbesondere an den Steilküsten und nahen Siedlungen lautstark zu vernehmen
sind.
Selten und nur an wenigen Stellen sind Schwarzkopfmöwen Larus melanocephalus
(Abb. unten rechts) z. B. bei Lagos und Arrnacao de Pera und noch seltener
Polarmöwen Larus glaucoides (Abb. von A. d. Pera, unten links, immatur) anzutreffen.
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Schwarzkopfmöwen waren auch 2010 wieder an der sdl. Steilküste bei Armacao de Pera:
Seeschwalben:
Raubseeschwalbe Hydroprogne caspia; in einzelnen Ex., hier mit Austernfischer und Heringsmöwe in Ria de Alvor am 7.3.2009, © JM:
Brandseeschwalben Sterna sandvicensis
meist im Sotavento bei Praia Grande (19.3.2010) und vor der Steilküste im Barlavento (18.3.2010), Fotos, erste drei Aufnahmen digiscopiert, © JM::
Reiher:
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Kuhreiher Bubulcus ibis - häufigste Reiherart - und Seidenreiher Egretta garzetta besiedeln den
südlichen Algarve, nisten auf mehreren Felsinseln im Barlavento (Abb. links mit Seidenreiher hinter einem Kuhreiher, beide mit gelüfteten Flügeln).
Die Kuhreiher sind gern auf den Feldern oder im Brachland und bei weidenden Rindern oder Schweinen anzutreffen (s. unten), dabei sammeln sie aufgescheuchte
Insekten und picken Parasiten von der Haut ...
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Kopulationen Kuhreiher (Abb.. oben) und Seidenreiher (Abb. unten):
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Seidenreiher Egretta garzetta “begleiten” oft Löffler Platalea leucorodia
bei der Nahrungssuche, weil sie von deren aufgetriebenem Kleingetier und Fischchen als Nahrung profitieren ... Sie sind insbes. im Flachwasser der Lagunen anzutreffen.
Durch unsere Farbring-Ablesungen - auch bei Löfflern - erfuhren wir, dass hier holländische und deutsche Löffler überwintern ...
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Kuh- und Seidenreiher nisten nicht nur vergesellschaftet, sie übernachten auch außerhalb der Brutperiode gemeinsam,
wie hier in einem eutrophen flachen, schilfreichen Weiher mit Baumbestand bei Lagos. Dabei gibt es eine Ordnung derart,
dass die Kuhreiher gemeinsam mit Dohlen bevorzugt in den Bäumen und / oder auf einer Insel, die Seidenreiher im Flachwasser gemeinsam mit Uferschnepfen nächtigen:
Weitere Charakter-Arten der Algarve sind
Rothuhn Alectoris rufa:
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es ist in der steppenartigen Landschaft, im Brachland den Hainen sehr weit verbreitet und oft und am besten schon vom Auto an der Straße zu beobachten ...
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Weißstorch Ciconia ciconia, der in den Städten auf Dächern, in der freien Landschaft auf Leitungsmasten und Bäumen und an der Westküste (Costa
Vicentina) im Atlantik auf Felsen nistet. Die Brutpaare der Felshorste nehmen Nistmaterial von (unbesetzten?) benachbarten alten Horsten, wie die erste Abb.
dokumentiert - offenbar in Ermangelung solchen Materials an der Küste ...
im storchenreichen Mertola / Alentejo:
Sogar auf den hohen Pylonen der Arade-Brücke bei Portimao nisten die Weißstörche:
Wiedehopf Upupa epops und Steinkauz Athene noctua:
Wiedehopfe suchen gern auf Golfplätzen (Abb. links unten) Nahrung; Abb. oben (in Sr. de Rocha) und unten rechts (in alter Streuobst-Anlage): rufend:
Steinkäuze sitzen gern gut getarnt in alten Olivenbäumen, in Streuobst-Anlagen oder alten Ruinen in Randlagen der Siedlungen:
Greifvogel-Kontakte hatten wir selten; beeindruckend davon waren die Beobachtungen von
Gleitaar Elanus caeruleus
Falkenbussard Buteo [buteo] vulpinus fliegt unten links unterhalb des Mäusebussards:
Im gesamten ALGARVE kann man auf einzelne Schlangenadler Circaetus gallicus treffen, s. Aufnahme von W. Hahn ( © ), 27.02.2009:
Fortsetzung im > zweiten Teil zu 2009 und > 2010 (1. Teil) > Geologie und Landschaft > Pflanzen > Insekten u. a. Tiere
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