Kleine aktuelle Mitteilungen zur Flora

 

  • Ochsenzunge Anchusa officinalis (Riesenwuchsform)
    in einer großwüchsigen Variante siedelt seit Jahren in Ruderalflächen und am Feldrain die Ochsenzunge (det. Chr . Bank), die auch bei der Größe von Neuntötern als Jagdanstand genutzt wird ... -
    s. Aufn. vom Juli 2010 © JM:

 


  • Pfaffenhütchen (syn. Pfaffenkäppchen, Gemeiner Spindelbaum) Evonymus eurpaea
    sind jetzt im Herbst wieder mit ihren roten Früchten, den “Pfaffenhütchen”, zu sehen, diese sind
    • langgestielte, in 4 Klappen aufspringende, rosen- oder karminrote Kapseln
    • mit stumpfen oder gekielten Kanten,
    • enthalten 4 eiförmige Samen, die weißlich und von einem fleischigen, orangefarbenen Mantel umgeben sind
    • und an der Mittelsäule der Kapseln angeheftet bleiben, auch nach deren Aufspringen,
      • wie in der Abb. vom 1. Nov. 2009 am Tagebausee-Ufer Löderburg zu sehen, © JM:
        • die Samen sind giftig.

 

  • Adonis vernalis blüht wieder ...
    zu Ostern 2008 sind die Adonisröschen wieder recht zahlreich in Blüte zu sehen,
    weitere Informationen zur Art s.
    hier unten - s. aktuelle Aufnahmen vom 24.03.2008:

 


  • Mondrauten-Farn, Echte Mondraute Botrychium lunaria - Rote Liste Sachsen-Anhalt: Kat. 3 (gefährdet)
    Farnpflanze der Fam Ophioglossacaea (Hauptentwicklung in der Steinkohlezeit - Baumfarn-Wälder)
    mit spatelähnlichem gefiederten Teilwedel und Sporenstand; Indikator für Magerstandort;
    Weinbergsgrund bei Stassfurt - Aufn. JM vom 05.06.2007:

 


Schwanenblume  Butomus umbellatus
einziger Vertreter der Familie Butomaceae in Mitteleuropa; ausdauernde Sumppflanze besonders an schwankenden Wasserstand angepasst; vielfach am Bach-/Flußufer;
blüht im Juni bis August (s. Aufnahme vom 10.06.07 an der Röthe bei Athensleben - JM);
ehemals als Heilpflanze genutzt (Rhizom wurde wegen hohen Stärkegehaltes als Mehl verarbeitet - heute noch zur Ernährung in Asien genutzt).

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Kornblume Centaurea cyanus   &   Wasser-Schwertlilie Iris pseudacorus

oben: Kornblume am Feldrain u. im Gerstenfeld, bei Zillbeck; Blaufärbung durch Anthocyanidin (mit hoher UV-Reflexion); Bestandteil von Tee-Mischungen; ... Aufn. v. 02. Juni 2007, JM;
unten: Wasser-Schwertlilie am Ufer der Krummbek bei Zillbeck; in Verlandungszonen bei uns stellenweise nicht selten; giftig (verursacht nach dem Fressen beim Vieh blutige Durchfälle ...); Aufn. v. 02. Juni 07, JM:

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WIESEN-SALBEI  Salvia pratense
am typischen Standort (Kalk-Trockenrasen) im Weinbergsgrund;
unten: mit einem anfliegenden Hummelschweber Bombylius major ... - Aufn. vom 24.05.2007, JM:

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Adonisröschen Adonis vernalis ...
( auch “Frühlings-Teufelsauge” genannt )

Früchte = zahlreiche Nüsschen,
die durch Schwerkraft oder Ameisen (wegen der Ölkörper = Elaiosomen) oder auch durch starken Wind ausgebreitet werden können; Aufn. 24.05.07 - JM:

Vollblüte Mitte April 2007:
 Weinbergsgrund, alte Streuobstwiese, südexponierter Hang (subpannonischer Trockenrasen des FFH-Gebietes) ;
Aufn. vom 12.04.07, JM:

... die Blüten (durch Flavone goldgelb, ohne Nektargrube, Nektar fehlt !) folgen dem Sonnenstand;
Parabolspiegel-Wirkung; Bestäubung durch Pollen sammelnde Bienen oder Pollen fressende Fliegen ..
.

Beginn der Blüte Anfang März 2007, Weinbergsgrund; Aufn. v. 13.03.07, JM:

gleichzeitig blühen hier im Weinbergsgrund und anderenorts auf mageren Trockenrasen (Ruderalflächen bei Unseburg, am Angelteich - s. Aufn. unten, JM) im Febr. - März 2007
Frühlings-Hungerblümchen Erophila verna:

 

zuvor schon ab Januar Einzelblüten von Adonis vernalis:

... blüht seit Anfang Januar 2007 im Weinbergsgrund bei Gänsefurth. Aufn. vom 22.02.07 JM.

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Greiskraut Senecio:

Das Schmalblättrige Greiskraut Senecio inaequidens - ein Neophyt südafrikanischer Herkunft  - hat im Laufe der Jahre und nun 2006 auf großer Fläche die Schutthalde am Angelteich Unseburg besiedelt. Es blühte noch im Dezember 2006, s. Abb. unten im typischen Biotop (JM).
Weitere Informationen s. unter
www.floraweb.de und in Lit. z.B. BÖHMER 2001: Flor. Rundbr. 35: 47-54.

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Wasserfarne Salvinia & Azolla:

Schwimmfarn Salvinia natans und (der Neophyt) Großer Algenfarn Azolla filiculoides
im NSG Steckby-Lödderitzer Forst im September 2006, gegenwärtig trockenfallend ...
Für Salvinia liegt der deutsche Verbreitungsschwerpunkt (und die besondere Schutzverantwortung) hier in Sachsen-Anhalt; ein Drittel der deutschen Bestände sind hier heimisch.
Es bleibt abzuwarten, inwiefern der Große Algenfarn Azolla filiculoides hier als Neophyt weiter vordringen und Salvinia verdrängen kann ? ...

 

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