Aktuelles zur Zebraspinne in Sachsen-Anhalt
Fotos und Problemdarstellung

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Zebraspinne, syn,. Wespenspinne - Argiope bruennichi (Scopoli)
Die Art war vor etwa 50 Jahren auf wenige Vorkommen bei Berlin und am Oberrhein beschränkt ist aber inzwischen weit verbreitet und häufig - auch außerhalb des Elbtales - vorwiegend in sonnigen
Ruderal-(Ödland-)Flächen, in feuchter Wiese und in trockener Heide vorkommend.

Das legereife Weibchen mit auffallend gelb-schwarz-weiß quergebändertem HlbRücken (Zeichnung variabel) und mit silberweißer Behaarung des Vorderkörpers sowie gelb-schwarzer Ringelung der langen Beine ist eine der schönsten Spinnen der heimischen Fauna::

Das etwa 32 Radien umfassende Netz der Zebraspinne enthält 1-2 Zickzack-Stabilimente und zentral eine mit feinen Fäden überzogene Nabe, deren Bedeutung noch unklar ist.

Das  große Weibchen sitzt meist kopfunter in / an der Narbe und wartet auf Beute ...

 

 

Alle Aufn. © JM.

 

 

 

 

 

subadult kurz nach dem Schlüpfen; die Exuvie hängt noch oben rechts:

Weibchen mit dunkel (Abb. oben links) und hell (Abb. rechts daneben) gezeichnetem HtlbRücken:

bzw. mit “normal” gefärbten HtlbRücken:

Heuschrecken sind im Juli / August / September eine willkommene Beute, auch bei viel kleineren Spinnen. In der Abb. oben links hat eine relativ kleine Zebraspinne eine viel großere Goldschrecke gefangen ...:

Beim lethargischen Weibchen kopuliert das viel kleinere Männchen, das sich bei Annäherung
durch Zupfsignale “angemeldet” hatte, indem es einen Taster (Pedipalpe als Begattungsorgan) in
die Epigyne auf der Bauchseite des Weibchen einführt .... 
Nach “Erwachen” des Weibchens gelang es diesem Männchen, lebend davon zu kommen,
was nicht allen M. gelingt, die meist vom W  “nach getaner Arbeit” gefressen werden:

Nach der Kopulation baut das Weibchen einen Kokon, legt dort etwa 300 Eier ab, aus denen die jungen Spinnen noch vor dem Winter schlüpfen, im Kokon aber überwintern und erst im Mai diesen verlassen, um dann in zwei Monaten zu einem reifen Tier heranzuwachsen.
In der nachfolgenden Abb. verwebt das Weibchen die Halterung des Kokons an der Basis der Binsen:

 

... tatsächlich eine der schönsten (und interessanten) heimischen Spinnen...